Große Geschichte beginnt oft mit einzelnen Momenten.

Zum Jubiläum von 70 Jahren Massarbeit mit schwerster Last und 100 Jahren Alfred Scholpp haben wir besondere Momente gesammelt: Auf unserer Jubiläumsseite zeigen historische Filme eindrucksvoll, wie wir uns als Lastenbeweger und unsere Einsätze über die Jahrzehnte entwickelt haben – was wir bewegt und erlebt haben und welche kniffligen Aufgaben und Herausforderungen wir gemeistert haben.

1959 – Fernseherturm / Schwingungsversuche

Der Film zeigt Versuche zur Schwingung des Stuttgarter Fernsehturms. Dabei wurde untersucht, wie stark sich der Turm bei Wind oder äußeren Einflüssen bewegt und wie stabil er ist. Diese Schwingungsversuche wurden damals mit SCHOLPP durchgeführt.

1963 – Fernfahrer Steinbruch

In der Folge „Der Steinbruch“ aus der Serie „Fernfahrer (Büssing 8000)“ wird zunächst der normale Arbeitsalltag eines LKW-Fahrers im Steinbruch gezeigt. Er transportiert Material, bewegt sich im schwierigen Gelände und muss präzise manövrieren. Im weiteren Verlauf kommt es jedoch zu einem Unfall: Der Lastwagen gerät in eine gefährliche Situation und stürzt ab bzw. bleibt hängen. Daraufhin wird SCHOLPP verständigt (“da brauchen wir den SCHOLPP”) und rückt mit einem Kranfahrzeug an, um den verunglückten LKW zu sichern und zu bergen.

1965 – Erster porsche crash-test in zuffenhausen

Wer heute einen Porsche 904 GTS sein Eigen nennt, kann sich glücklich schätzen. Der von Ferdinand Alexander Porsche entworfene 904 nahm im Jahr 1964 in technischer Hinsicht vieles vorweg, was erst später im Rennwagenbau üblich wurde: gemischte Stahl-/Kunststoff-Bauweise, geringes Gewicht, kleine Stirnfläche. Er war der erste Porsche mit einer Kunststoffkarosserie und er musste, um in der GT-Klasse mitfahren zu können, in 100 Exemplaren gebaut werden. Der 904 war nicht nur ein sehr erfolgreicher Rennsportwagen der frühen 60er Jahre – er gilt auch bis heute als einer der schönsten.

Für den ersten Crashtest bei Porsche den amerikanische Gesetze verlangten, musste ein echter Porsche 904 GTS herhalten. Da man bei Porsche in Zuffenhausen keine Versuchsbahn hatte, wurde der Crashtest kurzerhand „vertikalisiert“. Was heute passionierten Porsche-Fans Tränen in die Augen treibt, war für SCHOLPP damals ein Auftrag. Auf dem Porsche-Gelände Zuffenhausen Werk 1 kam ein Grove TM 225 mit einer Hubleistung von 25 t und einem 24 m hydraulisch ausschiebbaren Teleskop-Ausleger zum Einsatz.

Der Kran zog den Porsche auf eine genau vorberechnete Höhe, um 50 km/h zu simulieren. Dann wurde das Fahrzeug mit einer Segelfliegerkupplung ausgeklinkt. Man wollte feststellen, ob der Tank einem Frontalaufprall standhalten würde. Aus Sicherheitsgründen war der Tank nicht mit Benzin, sondern mit Wasser gefüllt.

Klaus J. Scholpp (Bruder von Martin Scholpp) war gerade mal 16 Jahre alt, als er das Spektakel live miterlebte. Heute erinnert er sich: „Es waren die Herren Ferry Porsche und Sohn Alexander, der 911-Designer, anwesend.“ Natürlich war die Aktion streng geheim. Trotzdem hat Klaus J. Scholpp von einiger Entfernung aus mit einer Super-8-Kamera das Geschehen im Film festgehalten. Dabei ist eine wertvolle Dokumentation entstanden, die einige Jahre später sogar vom Porsche-Archiv dankend kopiert wurde.

1983 – Versetzen einer Apotheke

14 Meter breit, 10 Meter lang und rund 40 Tonnen schwer: Bereits im Januar 1983 setzte SCHOLPP eine komplette Holzbaracke – damals als „Apotheke“ genutzt – im Ganzen um. Präzise Planung, millimetergenaues Arbeiten und echte Schwerlast-Erfahrung machten diesen besonderen Einsatz möglich.

1988 – Erweiterung der Katalytischen- Crack- Anlage in der Esso-Raffinerie Ingolstadt im Stillstand

Im Rahmen des Projekts zur Kapazitätserhöhung der Crack-Anlage wurde ein vollständig neuer Reaktor für das Short Time Residence Cracking konzipiert. Die Installation des Reaktors war für den TA 88 vorgesehen. Zeitgleich sollten auch die Zyklone sowie das Grid im Regenerator erneuert werden. Der Transport dieser Großkomponenten erfolgte über die Straße. Anschließend wurden sie mithilfe eines Autokrans über eine Distanz von 55 Metern bei einer Auslegerlänge von 90 Metern positioniert. Der Regenerator hatte einen Durchmesser von 9,076 Metern, während der Reaktor einen Durchmesser von 6,3 Metern aufwies.

1996 – 40 Jahre SCHOLPP

Beeindruckende Projekte und Einsätze aus 40 Jahren SCHOLPP, inklusive Porsche-Crash-Test.

2002 – Druckmaschinenmontage Kells

Bei der Montage der Druckmaschine wurden die hochwertigen Komponenten mit luftgefederten Transportfahrzeugen mit Schiebeverdeck schonend zum Einsatzort transportiert. Am Zielort übernahm ein SCHOLPP-Kran die Entladung der sensiblen Anlagenteile. Anschließend erfolgte die Einbringung der Komponenten in das Gebäude. Hierbei kamen ein SCHOLPP-Hubportal sowie spezielle Anhängetraversen zum Einsatz, um eine präzise und sichere Positionierung der Maschinenbauteile zu gewährleisten.

2002 – Brückenmontage Brückenschlag

Im Rahmen des Neubaus der zweigleisigen Eisenbahnstrecke Berlin–Magdeburg wurde in der Zeppelinstraße in Potsdam eine Stahlbogenbrücke eingesetzt. Die Brücke hatte eine Länge von 45 Metern, eine Breite von 9 Metern und ein Gesamtgewicht von etwa 420 Tonnen. Für den Einbau wurde die vormontierte Brücke über eine Distanz von rund 100 Metern transportiert. Anschließend erfolgte das Anheben um etwa 7 Meter, um sie in ihre endgültige Position einzubringen.

2002 – Druckmaschinenmontage MAN Roland

Die Einbringung einer Druckmaschine des Herstellers MAN Roland wurde sorgfältig und vorausschauend geplant. Durch einen detailliert ausgearbeiteten Ablauf- und Transportplan wurde schon damals ein strukturierter Überblick über den gesamten Maschinenumzug geschaffen. Die Planung umfasste alle Schritte von der Planung bis hin zur Einbringung und Montage der Anlage. Dadurch konnte der komplette Prozess transparent dargestellt und optimal koordiniert werden.

2003 – Concord Landesschau

Vor über zwanzig Jahren wurde eines der legendären Überschallflugzeuge, die Concorde, in das Technik Museum nach Sinsheim gebracht. Bis heute bildet sie das Herzstück der Ausstellung. Der aufwendige Transport begann auf dem Rhein, wo das Flugzeug mit einem Spezialschiff in Richtung Speyer gebracht wurde. Von dort aus setzte die Concorde ihren Weg über Land fort. Auf eigener Achse rollte sie in Richtung Autobahn und wurde anschließend über die A6 nach Sinsheim transportiert. Diese letzte Reise – die finale Etappe eines außergewöhnlichen Flugzeugs – war ein ganz besonderes Ereignis und zog zahlreiche Zuschauer in ihren Bann. SCHOLPP machte im Anschluss den Hub.

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